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Zero Dark Thirty

 

Zero Dark Thirty: CIA-Agentin auf gefährlicher Mission. Regisseurin Kathryn Bigelows hochspannende Version der Jagd nach dem meistgesuchtesten Terroristen (Trailer und Filmkritik)

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Inhalt: Ein Jahrzehnt dauerte die die Jagd nach Osama bin Laden. Am Ende spürte ein kleines Team von CIA (in der Hauptrolle als Agentin Maya Lambert die Schauspielerin Jessica Chastain, „The Tree of Life“) und Navy SEALs den Terroristen in seinem Versteck in Pakistan auf. „Zero Dark Thirty“ erzählt die Geschichte aus der Perspektive der CIA-Agentin Maya und führt in die Schaltzentralen der Macht und an die Frontlinien einer riskanten und umstrittenen Mission.

Kritik: Sie ist ein Ausnahmetalent unter den Regisseurinnen in Hollywood: Kathryn Bigelow, die Frau mit Faible für Männerthemen (Oscar für Beste Regie „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“). Ihr Markenzeichen: oft aus subjektiver Kameraperspektive erzählte Actiondramen, knallhart, schonungslos und ohne Kompromisse realisiert. Gewalt, Macht, Adrenalin – stilsicher bewegt sich Bigelow in einem Genre, das durch ihre männliche Kollegen besetzt und meistens nach ‚Blockbuster-Rezeptur‘ funktioniert. Doch die Filme der 61jährigen Kalifornierin sind mehr als nur Hollywood-Mainstream. „Zero Dark Thirty“ ist eine perfekt inszenierte Illusion von Wirklichkeit. Basierend auf umfangreichen Recherchen des Drehbuchautors und Co-Produzenten Mark Boal entstand eine detailgetreue und realistische Nachstellung eines Krieges gegen den Terror. Als würden zahlreiche im Gedächtnis haften gebliebene Filmfragmente aus den TV-Abendnachrichten zu einem grossen Ganzen zusammengefügt. Trotz der beachtlichen Länge von 160 Filmminuten erzeugt „Zero Dark Thirty“ vom Vor- bis zum Nachspann eine beklemmende Hochspannung. Einzig die bis an die Schmerzgrenze überlange Foltersequenz zu Beginn des Filmes hätte eine Kürzung durchaus vertragen. Und wer nun darin eine Bigelowsche Rechtfertigung der Folter vermutet, wird einige Sequenzen später auf subtile Weise eines Besseren 'belehrt'.   

Fazit: Genauso könnte sich die Suche nach Bin Laden abgespielt haben. Actionhochspannung, konsequent und erschreckend realistisch umgesetzt. Dank hervorragender Kameraarbeit und einer Regisseurin, die sich und ihrem Stil treu bleibt. Nicht nur harten Männern zu empfehlen!

Inside: ‚Zero Dark Thirty“ steht für die militärische Zeitangabe von 0.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt begann der Angriff der Navy SEALs auf Osama bin Ladens Versteck. Der Film wurde in Nordindien an der Grenze zu Pakistan gedreht. Das Bin Laden-Anwesen wurde  detailgetreu in Jordanien nachgebaut.  

Featurette u.a. mit Kathryn Bigelow 

Isabella Fischer

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Zero Dark Thirty / Actiondrama / USA 2012 / Regie: Kathryn Bigelow, Kamera: Greig Fraser / mit Jessica Chastain, Jason Clarke, Joel Edgerton u.a. / Verleih: Universal Pictures / 160 Minuten / Kinostart: 31. Januar 2013

Eure Kommentare

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franz 10.03.2013 22:42
Weiss wirklich nicht was sich die verknorzten Herren der Academy dabei dachten, aber "Zero Dark Thirty" hätte Ex-equo den Best-Picture-Oscar verdient. Und noch drei weitere dazu...