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The Sapphires

 

The Sapphires: Überraschungshit aus Australien. Hier stimmt einfach alles, wonderfuuuuuul! (Trailer und Filmkritik)

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Inhalt:1968: In Australien wird die von Aborigines abstammende Bevölkerung immer noch diskriminiert und gemieden. Doch die drei Geschwister Gail (Deborah Mailman), Cynthia (Tory Kittles) und Julie (Jessica Mauboy) lassen es sich nicht verbieten, an einem Talentwettbewerb in der nahegelegenen Stadt teilzunehmen. Die alles andere als faire Veranstaltung wird vom Loser Dave Lovelace (Chris O’Dowd) moderiert, der sehr schnell das Talent der Schwestern erkennt. Nicht Country-Lieder, sondern Soulmusik sollen die Mädels zum Besten geben! Damit hätten sie auch eine ernsthafte Chance, ein Casting zu gewinnen, dessen Siegprämie dazu berechtigt, Konzerte für die amerikanischen Truppen in Vietnam zu geben. Sie schaffen es, die Gesangsrichter der US-Army zu überzeugen...

Kritik: „90 % of all music is shit, 10 % is soul”. Das Credo des etwas abgehalfterten Musikmanagers Dave (glänzend gespielt von Chris O’Dowd, „Bridesmaids“) ist Programm für die vier ‚Sapphires‘-Mädels. Karrieren und Träume im Zeichen von Soul-Pop-und Rock’n’Roll-Musik und Tanz-Shows finden immer wieder ihren Weg auf die grosse Leinwand. Wo ein Wille ist, findet sich auch immer eine Show(Film)-bühne! Sei dies in Anlehnung an Diana Ross & The Supremes („Dreamgirls“) oder als Zeitgeistphänomen ‚Casting Shows‘ („Hairspray“). Aber wohl keine Mädel-Gesangstruppe wurde so hinreissend inszeniert wie im Kino-Langfilmdebüt des australischen Regisseurs Wayne Blair. Für einmal sei hier kühn behauptet: dieser Streifen ist keine Sache des individuellen Filmgucker-Geschmacks. Authentisch, witzig, charismatisch, ‚soulig‘ und perfektes Sixties-Feeling mit bunten Haarbändern, funkelnden Paillettenfummeln und kultigen Tupperware-Parties – wen lässt das gänzlich kalt? Wer bei so viel Soul-Power und Feel-Good Vibrationen nicht zumindest mit der Fussspitze wippt, hat einen schlechten (Kino) Tag erwischt oder zählt sich zum Anteil der 90%-tler…

Fazit: Der Film ist nicht nur ein Feel-good-Streifen, sondern auch ein Feel-better-Kinoerlebnis. Fast wie Medizin, für alle die grad mufflig oder antriebslos durchs Leben dümpeln. Auf keinen Fall verpassen!

Inside: Inspiriert wurde „The Sapphires“ von einer wahren Geschichte, in deren Mittelpunkt vier Aborigine-Frauen stehen: die Schwestern Laurel Robinson und Louis Peeler sowie ihre Cousinen Beverly Briggs und Naomi Mayers. Nur Robinson und Peeler tourten in den späten sechziger Jahre als Gesangsduo durch Vietnam, wo sie vor US-Soldanten auftraten. Alle vier Frauen leben heute noch in Australien.

Isabella Fischer

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The Sapphires / Musical-Dramödie / Australien 2012 / Regie: Wayne Blair / mit Chris O’ Dowd, Deborah Mailman, Jessica Mauboy u.a. / Verleih: Ascot-Elite Entertainment Group / 103 Minuten / Kinostart: 15. August 2013

Eure Kommentare

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franz 19.03.2013 20:12
Ich habe diesen beschwingten Film am Zurich Film Festival bereits gesehen und er hat mir wegen seiner Spontanität und positivem Inhalt sehr gut gefallen. Hoffentlich kommt er dann wirklich Ende Juni in die Schweizer Kinos. Es wäre schade, wenn dies nicht der Fall wäre.