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Dead Fucking Last (DFL)

 

Dead Fucking Last (DFL): Sympathisch mutiger, aber misslungener Versuch, eine Dialekt-Komödie realistisch und authentisch zu inszenieren (Trailer und Filmkritik) 
 

Inhalt: Sie sind gute Freunde und die unbestrittenen Platzhirsche: Tom (Neuenschwander), Ritzel (Merz) und Andi (Müller). Vor zwanzig Jahren haben sie das Zürcher Velokurier-Unternehmen „Die Genossenschaft“ gegründet. Seither ist das Geschäft recht gut gelaufen. Doch jetzt hat es plötzlich Konkurrenz gegeben. Die „Girls-Messengers“. Mädchen! Jung, schön, mit trendigen Geschäftsideen. Die drei Kumpels verlieren einen Kunden nach dem anderen. Schliesslich sind sie kurz vor dem Bankrott. Zudem hat sich Tom ausgerechnet in eines der Girls verliebt. Was nun? Aufgeben? Never! Mit geliehenem Geld gehen sie in die Offensive. Aber die Aktionen, die sie lancieren, bergen viel Zündstoff ...

Kritik: Dieser Film wird es schwer haben, das Kinopublikum zu überzeugen. Die Handlung ist zwar simpel gehalten, zerfällt aber in viele, wenig verständliche Kleinstepisoden. Die Liebesgeschichte ist nicht berauschend, denn die Chemie spielt nicht zwischen den beiden Verliebten. Die sanft eingebrachte Sozialkritik kommt ebenfalls nicht richtig zum Tragen und der Humor ist oft brachial. Wie eben unter anderem am Beispiel des Titels „DFL“ ersichtlich. Wirklich schade. Die Idee des Autors Uwe Lützen hätte Potenzial gehabt. Doch seine Drehbuchfassung und das Regiedebüt von Walter Feistle sind schwach ausgefallen. Da genügt auch die offensichtliche Spiellust der drei Hauptprotagonisten nicht. Auch nicht das etwas gar kuriose Happy Ending.
 
FazitEin sogenannter budgetbilliger ‚Szenenfilm‘, der vor allem die Zürcher begeistern will und vermutlich wird. Allen anderen sei das amerikanische Pendant mit Joseph Gordon-Levitt zu empfehlen.

InsideDrehbuchautor Uwe Lützen absolvierte sein Studium Filmwissenschaft/Germanistik in Zürich und Amsterdam und war auch Leiter ‚Marketing & PR‘ beim Zürcher Filmverleih ‚Frenetic‘. Seit 2007 ist Lützen freischaffender Autor. Regisseur Walter Feistle wurde in Baden (Schweiz) geboren. Nach zwei Semestern Anglistik und Filmwissenschaft an der Uni Zürich, absolvierte er die Hochschule für Fernsehen und Film München. Kuriosum: Ebenfalls ein Film mit und um Velokuriere befindet sich zur Zeit in den ausländischen Kinos aus den USA: „Premium Rush“ mit Joseph Gordon-Levitt. Und der handelt in New York. Ein Schweizer Release ist noch nicht bestimmt.

Benny Furth

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Dead Fucking Last (DFL) / Dialektkomödie / Regie: Walter Feistle / Schweiz 2012 / mit: Michael Neuenschwander, Mike Müller, Markus Merz, Roeland Wiesenekker, Oriana Schrage, Regula Imboden u.a. / Verleih: Filmcoopi Zürich AG / 95 Minuten / Kinostart: 27. Dezember 2012

Eure Kommentare

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paul langer 29.12.2012 12:17
Auch wenn ich nicht Zürcher bin, der Film begeisterte mich. Ich werde sicher auch "Premium Rush" schauen. Und der handelt in New York!!!