Moonrise Kingdom: Überaus berührende satirische Komödie über eine Vergänglichkeit – die erste grosse Liebe (Trailer und Filmkritik)
Vorschau / Kinostart: 24. Mai
Inhalt: Eine Insel in Neuengland 1964, abgeschirmt von der Aussenwelt, ist im Ausnahmezustand, seit der Pfadfinder Sam (Jared Gilman) und Suzy (Kara Haywad) ausgerissen sind. Vom Sheriff (Bruce Willis), dem Pfadiführer (Edward Norton) und Suzys Eltern (Frances MacDormand und Bill Murray) gesucht, entpuppt sich das Kollektiv an verspielt-verrückten Menschen als ein Durcheinander von Familiendynamik, Pflichtbewusstsein, Ehekrise und Einsamkeit. Wovon das Teenagerpärchen jedoch herzlich wenig mitbekommt, zelebrieren Sam und Suzy den Aufbruch der sechziger Jahre in einem Vakuum von Hoffnung und einem Chanson von Françoise Hardy.
Fazit: Wes Anderson präsentiert erneut eine wundervoll leichtfüssige Aneinanderreihung von Momentaufnahmen, mit einer Parade von erfrischenden Darbietungen, allen voran Norton und Willis. Stellenweise etwas repetitiv in seinem schrägen Charme, bleibt „Moonrise Kingdom“ letztlich ungemein berührend, reflektiert es doch eines der grössten Königreiche der Vergänglichkeit: Jenes der ersten grossen Liebe.
Ausführliche Kritik bei Kinostart
Serge Zehnder
Moonrise Kingdom / Satirische Komödie / Regie: Wes Anderson / USA 2012 / mit: Bruce Willis, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Frances McDormand, Jason Schwartzman u.a. / Verleih: Ascot-Elite Entertainment Group / 93 Minuten / Kinostart: 24. Mai 2012